Schulungen, Erklärvideos, Webinare und Workshops
Der wichtigste Pfeiler eines Managementsystems sind die Mitarbeitenden. Wenn sie verstehen, wozu das System da ist, wird es benutzt. Wenn nicht, entsteht eine zweite Wirklichkeit: das dokumentierte Verfahren hier, der tatsächliche Ablauf dort.
Die Anforderungen aus Normen, Gesetzen, Verordnungen und Kundenverträgen nehmen weiter zu. Bewusstsein dafür entsteht nicht von allein, sondern muss aktiv gefördert werden. Genau das ist die Aufgabe von Schulungen, Webinaren, Erklärvideos und Workshops.
Auf Ihre Prozesse zugeschnitten, nicht auf Musterfolien
Eine Schulung, die die Norm referiert, bringt wenig. Die wenigsten Beschäftigten müssen wissen, was in Kapitel 8.5.1 steht. Sie müssen wissen, was das für ihren Arbeitsplatz bedeutet. Deshalb arbeiten wir mit Ihren Unterlagen: Prozessbeschreibungen, Formulare, Beispiele aus dem letzten Audit. Die Norminhalte stehen dahinter, nicht davor.
Wirksamkeit ist nachzuweisen, nicht nur Teilnahme
Die Normen verlangen Kompetenz, nicht Anwesenheit. Eine Teilnehmerliste allein ist im Audit regelmäßig zu wenig. Die Frage der Auditorin lautet, woran Sie merken, dass die Schulung gewirkt hat.
Diese Frage klären wir vorher, nicht hinterher. Manchmal ist es ein kurzer Wissenstest, manchmal eine Beobachtung im Prozess, manchmal eine Kennzahl.
Der richtige Mix statt der große Termin
Eine Jahresschulung für alle ist teuer und schnell vergessen. Kurze, wiederkehrende Formate halten das Thema präsent und kosten weniger Arbeitszeit. Erklärvideo, Newsletter, 20-Minuten-Einheit im Teammeeting: zusammen wirkt das oft besser als ein ganzer Schulungstag.
Für wen das gedacht ist
- Sie haben eine neue Norm eingeführt, und die Beschäftigten wissen noch nicht, was sich für sie ändert
- Ein Audit hat Ihre Kompetenznachweise beanstandet, und Sie brauchen belastbare Unterlagen
- Sie haben hohe Fluktuation und müssen neue Mitarbeitende regelmäßig auf denselben Stand bringen
- Schulungen laufen bei Ihnen, werden aber als lästige Pflicht empfunden und verpuffen
- Sie haben mehrere Standorte und bekommen keinen gemeinsamen Termin zustande
Welches Format wofür passt
Präsenzschulung
Vor Ort, mit Ihren Unterlagen und Beispielen aus Ihrem Betrieb. Sinnvoll, wenn diskutiert werden soll oder wenn Widerstände im Raum stehen. Wir kommen zu Ihnen, auch an mehrere Standorte nacheinander.
Webinar
Ortsunabhängig, in kleinen Gruppen, mit Wissensvermittlung und Wissensüberprüfung im Wechsel. Geeignet für verteilte Teams und für Themen, die keinen ganzen Tag brauchen. Auf Wunsch mit Aufzeichnung für alle, die nicht dabei waren.
Erklärvideo
Kurze Videos zu einem einzelnen Thema, individuell auf Ihre Abläufe zugeschnitten. Orts- und zeitunabhängig abrufbar, beliebig oft wiederholbar. Besonders praktisch für die Einarbeitung neuer Mitarbeitender und für wiederkehrende Pflichtthemen.
Workshop
Hier wird gearbeitet, nicht zugehört. Typische Themen: Risikomanagement strategisch und operativ, Fehlermanagement, Kontext und interessierte Parteien, Statistik, Compliance, Kundenanforderungen. Das Ergebnis ist ein Arbeitsstand, den Sie weiterverwenden.
Wiederkehrende Kurzformate
Newsletter, E-Mail-Information, kurze Einheiten im Teammeeting. Inhalte kommen aus Ihrem System: Auditergebnisse, Managementbewertung, Ziele, Politik, Kundenanforderungen. Der Aufwand je Einheit ist klein, die Wirkung über das Jahr ist groß.
Schulung der Beauftragten
Für Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitsschutzbeauftragte sowie interne Auditoren. Vom Normverständnis über die Auditpraxis bis zur Frage, wie man Feststellungen sauber belegt. Auch als Einarbeitung, wenn die Rolle neu besetzt wird.
Was Sie erhalten
- Schulungsunterlagen auf Ihre Prozesse bezogen, die Sie behalten und intern weiterverwenden dürfen
- Nachweise, die im Audit vorgelegt werden können: Teilnahmedokumentation, Inhaltsübersicht, Wissensüberprüfung und die Bewertung der Wirksamkeit
- Einen Schulungsplan über das Jahr, aus dem hervorgeht, wer wann welches Thema bekommt
- Erklärvideos und Webinar-Aufzeichnungen als Dateien, nutzbar für die Einarbeitung neuer Mitarbeitender
- Bei Workshops ein dokumentiertes Arbeitsergebnis statt eines Fotoprotokolls: Risikoanalyse, Kontextanalyse oder Maßnahmenliste
- Eine Rückmeldung an die Leitung, wo im Betrieb Verständnislücken sitzen und was das für das System bedeutet
Wie wir vorgehen
Bedarf ermitteln
Wer braucht was, und warum? Wir sehen uns Auditfeststellungen, Fehler, Reklamationen und Ihre Kompetenzmatrix an. Daraus wird eine Liste konkreter Themen mit Zielgruppen, kein Katalog von der Stange.
Format und Erfolgskriterium festlegen
Für jedes Thema wählen wir das passende Format. Gleichzeitig legen wir fest, woran sich die Wirksamkeit zeigen soll. Dieses Kriterium bestimmt später, welche Nachweise entstehen.
Inhalte aus Ihren Unterlagen aufbauen
Wir bauen die Inhalte auf Ihren Prozessen, Formularen und Beispielen auf. Sie sehen den Entwurf vorher und können korrigieren, wo Ihre Praxis anders aussieht als die Dokumentation.
Durchführung
Gemeinsam mit Ihnen oder eigenständig für Sie. Präsenz, Webinar, Video oder Workshop, einmalig oder wiederkehrend. Die Dokumentation entsteht dabei, nicht nachträglich.
Wirksamkeit prüfen
Nach einigen Wochen sehen wir nach, ob das vereinbarte Kriterium erfüllt ist. Wenn nicht, passen wir Inhalt oder Format an. Erst damit ist der Nachweis vollständig.
Wer das bei uns macht
Marion Rammé – IRCA certified and registered QMS / EMS / OHSMS Lead Auditor #01194927
Rüdiger Rammé – IRCA certified and registered QMS / OHSMS Lead Auditor #01192806
Erklärvideos und Auswertungen zu Schulungsnachweisen setzen wir technisch selbst um. Wer Kompetenznachweise über mehrere Standorte auswerten muss, kommt mit einer Tabelle irgendwann nicht weiter. Dazu mehr unter Software & Datenbanken.
Ein Fall aus der Praxis
Ausgangslage: Ein Schmierstoffhersteller mit zwei Standorten und eigenem Prüflabor, integriertes Managementsystem aus fünf Normen. Jede dieser Normen verlangt Schulung. Die Frage ist deshalb nie, ob geschult wird, sondern ob die Schulung dort ankommt, wo gearbeitet wird. Schulungsplan, Einarbeitungspläne und Qualifikationsmatrizen waren vorhanden und gepflegt. Genau diese Frage beantworten sie aber nicht.
Vorgehen: Zwei Formate, die wir bewusst auseinanderhalten. Für die Führungskräfte eine Normenschulung: nicht der Normtext, sondern was die Norm von einer Leitungsentscheidung verlangt und wofür die Leitung persönlich geradesteht. Für alle Beschäftigten einmal im Jahr eine Systemschulung über alle fünf Normen in einem Durchgang, weil im Arbeitsalltag ohnehin niemand zwischen den Regelwerken trennt. Dazu die Gegenprobe im Labor: Testmethodenaudits an über 30 Prüfmethoden nach DIN, ISO, ASTM und Kundennormen. Die Mitarbeiterin führt die Methode an einer echten Probe aus der laufenden Produktion vor, wir protokollieren die Ist-Werte von der Einwaage bis zum Ergebnis gegen die Kontrollprobe. Wer je Methode geprüft wird, wechselt über die Jahre. Dazu kommen die internen Audits über alle Normen des Systems und, wenn der Kunde es wünscht, die Begleitung im Zertifizierungsaudit. Die Zusammenarbeit läuft seit über zwanzig Jahren.
Ergebnis: Die Gegenprobe macht aus pauschalem Schulungsbedarf einen benannten. Ein Beispiel: Eine Methode wurde sauber und routiniert nach einer Normfassung von 1983 gearbeitet, obwohl seit 2020 eine neue gilt. In keiner Qualifikationsmatrix fällt so etwas auf, denn die Person tat genau das, was sie gelernt hatte. Aus dem Befund wurde eine Maßnahme mit Frist und ein Thema für die nächste Systemschulung. Damit schließt sich der Kreis: schulen, am Arbeitsplatz nachsehen, ob es trägt, und das Ergebnis in die nächste Schulung zurückgeben. Eine Schulung, die aus einer beobachteten Lücke entsteht, hat einen Adressaten und ein Ende.
Kundenname, Prüfmethoden im Detail und Auditunterlagen bleiben vertraulich.
Verwandte Themen
- Managementsystem aufbauen – wenn die Schulung Teil einer Einführung ist
- Externe Beauftragte – wenn die Rolle im Haus noch nicht besetzt ist
- Interne Audits & GAP-Analysen – dort zeigt sich, ob die Schulung gewirkt hat
- ISO 9001 – Kapitel 7.2 verlangt nachgewiesene Kompetenz, nicht bloß eine Teilnehmerliste
- ISO 45001 – Unterweisungen, bei denen im Audit die Wirksamkeit geprüft wird
- Normenübersicht – welche Norm welche Kompetenzanforderungen stellt
Häufige Fragen
Was kostet eine Schulung?
Bestimmend sind Format, Teilnehmerzahl und Zahl der Standorte. Ein Webinar für zwölf Personen ist etwas anderes als eine Präsenzreihe an vier Standorten. Erklärvideos kosten in der Erstellung mehr, lassen sich dafür beliebig oft nutzen. Nach einem Gespräch über Ihren Bedarf können wir das beziffern.
Wie lange dauert eine typische Schulung?
Für Beschäftigte planen wir meist 60 bis 120 Minuten je Thema. Workshops brauchen einen halben bis ganzen Tag, weil dort ein Arbeitsergebnis entstehen soll. Kurzformate im Teammeeting liegen bei 20 Minuten. Längere Blöcke bringen weniger, als sie kosten.
Geht das auch remote?
Ja. Webinare und Workshops führen wir regelmäßig online durch, Erklärvideos sind ohnehin ortsunabhängig. Vor Ort sind wir sinnvoll, wenn es um Abläufe an konkreten Arbeitsplätzen geht oder ein Thema im Betrieb umstritten ist. Häufig ist eine Mischung die beste Lösung.
Welche Nachweise verlangt das Audit?
Gefragt wird nach der Kompetenz der Beschäftigten und nach dem Nachweis dafür. Eine Teilnehmerliste allein genügt selten. Üblich sind Schulungsinhalt, Teilnahmedokumentation, eine Form der Wissensüberprüfung und eine Bewertung der Wirksamkeit. Diese Unterlagen entstehen bei uns im Ablauf mit.
Schulen Sie auch die Beauftragten selbst?
Ja, das ist ein eigener Schwerpunkt. Wir arbeiten Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitsschutzbeauftragte sowie interne Auditoren ein. Inhalte sind Normverständnis, Auditpraxis, Nachweisführung und der Umgang mit Feststellungen. Ist die Rolle vorübergehend gar nicht besetzt, übernehmen wir sie auch selbst.
Sprechen wir darüber
Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich. Es dauert meist eine halbe Stunde, danach wissen Sie, was auf Sie zukommt und ob wir die Richtigen für Ihr Projekt sind.
- Marion Rammé, Hamburg
- Rüdiger Rammé, Lüneburg – Telefon: +49 4131 2198634
- E-Mail: all@bout-quality.de
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